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Aktuelles: Argumente von gestern gegen die Straßen von morgen

Die Wahlprogramme einzelner Parteien, insbesondere der "GRÜNEN", machen der Volkinitiative "A2O - sofort!" und dem Förderkreis "Feste Unterelbequerung" vor der Landtagswahl erhebliche Sorgen. Es droht die Gefahr, dass der Norden langfristig abgehängt bleibt, wie der Vorsitzende der Initiative, Rainer Bruns, und sein Stellvertreter, der ehemalige schleswig-holsteinische Verkehrsminister Dietrich Austermann in einer gemeinsamen mitteilten. Die permanenten Staus haben gezeigt, dass der Norden dringend eine bessere Anbindung und bessere Ost-West-Verbindungen braucht. Die schleswig-holsteinischen Koalitionsparteien haben 2017 in ihrer Koalitionsvereinbarung beschlossen, den Bau der A 2O von Segeberg nach Niedersachsen zu ermöglichen. Die Vereinbarung trägt die Unterschrift des ehemaligen Umweltministers Robert Habeck (GRÜNE).

Die Vorteile der A 20 liegen auf der Hand: bessere Chancen für Betriebsansiedlungen, für Arbeitsplätze, für schnellere und bessere Verkehrsverbindungen, für die Vermeidung von Staus, als Umfahrung Hamburgs, für die Erschließung der Westküste und für den Tourismus. Die Alternative für Straßenbau im Öffentlichen Personennahverkehr zu suchen, ist angesichts des Zustands vieler Bahnstrecken lächerlich - selbst bei intakten Gleisen.

"Man kann sich nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte vorstellen, welche Argumente gegen neue Bahngleise oder Trassenverbreiterungen von den bekannten Verbänden vorgebracht werden", sagt Dietrich Austermann. "Obwohl die GRÜNEN in ihrem Programm anerkennen, dass es wegen fehlender Infrastruktur "tagtäglich zu Staus kommt" und ihr Programm die Forderung enthält, bis 2030 solle es 15 Millionen Elektroautos geben, wollen sie einen Stopp der weiteren Planungen. Dietrich Austermann: "Das ist nicht akzeptabel! Denn natürlich brauchen auch Elektroautos beste Straßenverbindungen!"

Rainer Bruns: "Nein, die Realisierung der A 20 darf nicht weiter verzögert werden. Der Norden hat Anspruch auf optimale, staufreie Ost-West- und Nord-Südverbindungen. Der Norden hat Anspruch auf eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung. Dass die gegenwärtige Verkehrssituation unerträglich ist, darf nicht hingenommen werden.

Bruns und Austermann: "Wir fordern die Bürger in Schleswig-Holstein auf, die Parteien zu wählen, die gewährleisten, dass es auch in unserem Land bessere überregionale Verbindungen und eine dynamische Wirtschaftsentwicklung gibt."

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